Rückschau:
Positives 2008:
- Examen, endlich kein Student mehr
- alte Zöpfe abgeschnitten
- Gute Gesundheit für meine Lieben
- Referendariat
Negatives:
- immer noch keine Millionärin
- alte Zöpfe, die man abschneidet fallen zu Boden und wachsen auch nicht mehr
Wünsche 2009
- Gesundheit für meine Lieben
- stabile Freundschaften
- Ruhe bewahren
- gute Lehrproben
- gesünder Leben
- aufregende Momente
Samstag, 20. Dezember 2008
Samstag, 6. Dezember 2008
Freitag, 5. Dezember 2008
Montag, 1. Dezember 2008
Gelassene Quantentheorie
Schrödingers Katze kann tot oder lebendig sein - zur selben Zeit, im selben Moment.
Ergo:
Ich kann mich auf morgen freuen oder auch nicht freuen.
Ich entscheide mich für die Glasglocke unter der die sich freuende C. wohnt und decke diese auf.
Auch wenn keiner sich mehr mit mir wirklich beschäftigen will außer P. R. F. S. und vor allem Mo.
Hey, das reicht sicher für ein Leben.
..und man kann sagen sie kannten sich gut...
doch nichts ging abhanden,
weder Stock noch Hut!
Danke euch dafür; in aller Allein - Gelassenheit.
Referent C.
Ergo:
Ich kann mich auf morgen freuen oder auch nicht freuen.
Ich entscheide mich für die Glasglocke unter der die sich freuende C. wohnt und decke diese auf.
Auch wenn keiner sich mehr mit mir wirklich beschäftigen will außer P. R. F. S. und vor allem Mo.
Hey, das reicht sicher für ein Leben.
..und man kann sagen sie kannten sich gut...
doch nichts ging abhanden,
weder Stock noch Hut!
Danke euch dafür; in aller Allein - Gelassenheit.
Referent C.
Dienstag, 18. November 2008
Geburtstag:
Liebste Referent S.,
ich wünsche der wahrscheinlich allerbesten und aller selbstkritischsten und deswegen allernervösesten und dennoch wahrscheinlich allerbesten Referent der Welt- schnauf- den allerschönsten Geburtstag mit viel Ablenkung und Spaß in all dem tristen Schulgrau. Außerdem wünsche ich Dir natürlich das allerschönste oder beste oder erfahrungsreichste Jahr. Genieße die Zeit, Dich selbst und das Leben- und denke Dir immer: wahrscheinlich bekommen wir alle eine Planstelle- die warten nur auf uns! In diesem Sinne drück ich Dich ganz feste zum Feste. Das Geschenk bekommst Du geschickt!
Deine RC.
Ach: PS:
Ich fordere alle, die diesen Blog lesen dazu auf, Referent S. Liebste Geburtstagsgrüße zu senden!
ich wünsche der wahrscheinlich allerbesten und aller selbstkritischsten und deswegen allernervösesten und dennoch wahrscheinlich allerbesten Referent der Welt- schnauf- den allerschönsten Geburtstag mit viel Ablenkung und Spaß in all dem tristen Schulgrau. Außerdem wünsche ich Dir natürlich das allerschönste oder beste oder erfahrungsreichste Jahr. Genieße die Zeit, Dich selbst und das Leben- und denke Dir immer: wahrscheinlich bekommen wir alle eine Planstelle- die warten nur auf uns! In diesem Sinne drück ich Dich ganz feste zum Feste. Das Geschenk bekommst Du geschickt!
Deine RC.
Ach: PS:
Ich fordere alle, die diesen Blog lesen dazu auf, Referent S. Liebste Geburtstagsgrüße zu senden!
Samstag, 15. November 2008
Warum man Fremdwörter kennen sollte....
Bei meiner Stundenvorbereitung bin ich auf lustige Dinge gestoßen:
1.Andy Brehme: Die Brasilianer sind ja auch alle technisch serviert.
2.Andi Möller: Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl.
3.Andi Möller: Mein Problem ist, dass ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber.
4.Bruno Labbadia: Das wird alles von den Medien hochsterilisiert.
5.Fritz Walter jun.: Der Jürgen Klinsmann und ich, wir sind ein gutes Trio.
Ich meinte: ein Quartett.
6.Fritz Walter jun.: Die Sanitäter haben mir sofort eine Invasion gelegt.
7.Hans Krankl: Wir müssen gewinnen, alles andere ist primär.
8.Karl-Heinz Rummenigge: Das war nicht ganz unrisikovoll.
9.Lothar Matthäus: Wir sind eine gut intrigierte Truppe. I hope, we have a little bit lucky.
10.Mario Basler: Das habe ich ihm dann auch verbal gesagt.
11.Thomas Häßler: Ich bin körperlich und physisch topfit.
12.Pierre Littbarski: In der ersten Halbzeit haben wir ganz gut gespielt, in der zweiten fehlte uns die Kontinu..., äh Kontuni..., ach scheiß Fremdwörter: Wir waren nicht beständig genug!
13.Olaf Thon: Ich habe ihn nur ganz leicht retuschiert!
14. Michael Lusch: Ich kann mich an kein Spiel erinnern, bei dem so viele Spieler mit der Barriere vom Platz getragen wurden.
1.Andy Brehme: Die Brasilianer sind ja auch alle technisch serviert.
2.Andi Möller: Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl.
3.Andi Möller: Mein Problem ist, dass ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber.
4.Bruno Labbadia: Das wird alles von den Medien hochsterilisiert.
5.Fritz Walter jun.: Der Jürgen Klinsmann und ich, wir sind ein gutes Trio.
Ich meinte: ein Quartett.
6.Fritz Walter jun.: Die Sanitäter haben mir sofort eine Invasion gelegt.
7.Hans Krankl: Wir müssen gewinnen, alles andere ist primär.
8.Karl-Heinz Rummenigge: Das war nicht ganz unrisikovoll.
9.Lothar Matthäus: Wir sind eine gut intrigierte Truppe. I hope, we have a little bit lucky.
10.Mario Basler: Das habe ich ihm dann auch verbal gesagt.
11.Thomas Häßler: Ich bin körperlich und physisch topfit.
12.Pierre Littbarski: In der ersten Halbzeit haben wir ganz gut gespielt, in der zweiten fehlte uns die Kontinu..., äh Kontuni..., ach scheiß Fremdwörter: Wir waren nicht beständig genug!
13.Olaf Thon: Ich habe ihn nur ganz leicht retuschiert!
14. Michael Lusch: Ich kann mich an kein Spiel erinnern, bei dem so viele Spieler mit der Barriere vom Platz getragen wurden.
Mittwoch, 12. November 2008
Ein Gedicht. Hat heute die Schüler sehr beeindruckt:
W.H. Auden:
Stopt all die Uhren
Stopt all die Uhren, schneidet die Telefonleitungen durch.
Verhindert, dass der Hund bellt und mit einem saftigen Knochen spielt.
Bringt die Klaviere zum Schweigen, schlagt das Schlagzeug ein.
Bringt den Sarg, lasst all die Trauernden kommen.
Lasst Flugzeuge kreisen und die Botschaft in den Himmel schreiben:
ER IST TOT.
Schnallt den weißen Tauben schwarze Trauerkrägen um den Hals.
Lasst den Verkehrspolizisten schwarze Handschuhe tragen.
Er war mein Nord, mein Süd, mein Ost und West,
meine Arbeitswoche und meine Sonntagsruhe,
meine Uhr, mein Mitternacht,
mein Reden, mein Lied;
Ich dachte, diese Liebe würde ewig sein.
Die Sterne waren nicht gnädig: nehmt sie alle weg.
Packt den Mond und die Sonne und schafft sie fort.
Entfernt den Ozean und schwemmt den Wald weg.
Nichts wird je wieder gut!
Eine gute Stunde eines Mitreferents
Referent C.
Stopt all die Uhren
Stopt all die Uhren, schneidet die Telefonleitungen durch.
Verhindert, dass der Hund bellt und mit einem saftigen Knochen spielt.
Bringt die Klaviere zum Schweigen, schlagt das Schlagzeug ein.
Bringt den Sarg, lasst all die Trauernden kommen.
Lasst Flugzeuge kreisen und die Botschaft in den Himmel schreiben:
ER IST TOT.
Schnallt den weißen Tauben schwarze Trauerkrägen um den Hals.
Lasst den Verkehrspolizisten schwarze Handschuhe tragen.
Er war mein Nord, mein Süd, mein Ost und West,
meine Arbeitswoche und meine Sonntagsruhe,
meine Uhr, mein Mitternacht,
mein Reden, mein Lied;
Ich dachte, diese Liebe würde ewig sein.
Die Sterne waren nicht gnädig: nehmt sie alle weg.
Packt den Mond und die Sonne und schafft sie fort.
Entfernt den Ozean und schwemmt den Wald weg.
Nichts wird je wieder gut!
Eine gute Stunde eines Mitreferents
Referent C.
Dienstag, 4. November 2008
Samstag, 1. November 2008
Widerstand
Hey,
ich frage mich gerade: Männer mögen doch normalerweise alles was dick ist. Dicke Autos, dicke männliche Bierbäuche, dicke Locken auf dem eigenen Kopf, dick auftragen, Moby Dick, Dickerchen als Kosename, dicke Lügen, dicke Gehälter, dicke Phalli (ist das die Mehrzahl von Phallus?) und richtig fett fremdgehen - nur eines nicht, dicke Frauen und Frauen mit dicken Gehältern .... Was sagt euch das? Sollten wir uns da nicht alle widersetzen?
Fragt Refernt C.
ich frage mich gerade: Männer mögen doch normalerweise alles was dick ist. Dicke Autos, dicke männliche Bierbäuche, dicke Locken auf dem eigenen Kopf, dick auftragen, Moby Dick, Dickerchen als Kosename, dicke Lügen, dicke Gehälter, dicke Phalli (ist das die Mehrzahl von Phallus?) und richtig fett fremdgehen - nur eines nicht, dicke Frauen und Frauen mit dicken Gehältern .... Was sagt euch das? Sollten wir uns da nicht alle widersetzen?
Fragt Refernt C.
I`m alive
Ich habe lange nichts geschrieben, deshalb heute mal ein kleines Lebenszeichen von MIR. Leider wieder nur ganz kurz, weil ich heute offiziell meine ersten Schulferien antrete. Ich fahre ein paar Tage zu meinen Eltern, bin aber bald wieder hier. Mir gehts so la la, dieses Ref stresst mich schon sehr. Ich sag nur: Psychostress!!! Lehrprobe hier, Lehrprobe da, Lehrprobe überall!! Und wieder mal lernen wir nicht fürs Leben, sondern für irgendwelche Noten... Wo bleibt der Spaß? Der hat sich hinter der Lehrprobe versteckt. :-))
Bis bald, Referent S.
Bis bald, Referent S.
Donnerstag, 30. Oktober 2008
Na sauber!
Der erste Sold ist da und schon muss ich mich wieder ärgern. Man stelle sich vor: der Zuschlag für ein Kind, wenn man nicht verheiratet ist, beträgt 92 Euro! Brutto! Das ist doch mal was, oder? Wenn ich davon die Mittagsbetreuungskosten und die Krankenkasse fürs Kind abziehe bleiben mir doch glatt 100 Euro, also 100 Euro Miese ! Im Übrigen bekommt man für einen Ehegatten 108 Euro und der braucht keine Mittagsbetreuung und kann ja bekanntlich selbst für seine Krankenversicherung arbeiten gehen. Ist das gerecht?
Hier könnt ihr ankreuzen:
1. Ein Partner ist wesentlich belastender als ein Kind, deshalb müsste der Ehezuschlag wesentlich höher sein.
2. Ich wandere aus und gründe auf Madagaskar einen feministischen Frauenstaat.
3. Selber Schuld, wenn man keinen Partner hat.
4. Hauptsache ich hab mein Geld.
Hier könnt ihr ankreuzen:
1. Ein Partner ist wesentlich belastender als ein Kind, deshalb müsste der Ehezuschlag wesentlich höher sein.
2. Ich wandere aus und gründe auf Madagaskar einen feministischen Frauenstaat.
3. Selber Schuld, wenn man keinen Partner hat.
4. Hauptsache ich hab mein Geld.
Samstag, 25. Oktober 2008
Lost in the past and back to the future
Heute habe ich etwas gehört, was man nicht glauben kann. Die Zukunft hat begonnen. Man hat nun einen Stoff gefunden, der aus bestimmten Eiweißen besteht, die der DNA eines Menschen entnommen sind, der Erinnerungen löscht! Kein Witz! Man kann also in zwanzig Jahren negative oder positive Erinnerungen löschen. Was meint der geneigte oder ungeneigte Leser dazu??? Was würdet ihr löschen?
Fragt Referent C.
Fragt Referent C.
I had a dream...
Dienstag, 21. Oktober 2008
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Darf man das?
Darf man sagen, dass das Referendariat anstrengend ist? Hier interessiert mich wirklich mal die Meinung aller Freunde und Feinde. Man stelle sich vor: Der Tag beginnt um 5 Uhr 4 Minuten: Aufstehen, Frühstück vorbereiten fürs Kind, einen Kaffee trinken, duschen, Kind aufwecken und den ersten Kampf des Tages beginnen, weil das Kind nicht aufstehen will, nicht kann, aber doch muss- und zwar gleich und nicht erst in fünf Minuten, denn wenn man jetzt noch später aus dem Haus kommt, kommt man zu spät in die Schule. Also dann, lieber Kampf, als zu spät zur Arbeit, was eine schlechte Beurteilung nach sich ziehen würde ... keine Chance auf Verbeamtung etc. Also die Frage nach Rabenmutter oder lieber schlechte Beamtin. Man entscheidet sich also für Rabenmutter, das kann man leichter wieder ausbügeln, zumindest zunächst, meint man.
Gut. Also Kampf, Gejammere und viele laute Worte, Drohungen, Tränen und all den Stress. Dann: Kind bei der Nachbarin abgeliefert, letzter Kuss und ein "hab Dich lieb" in die kalte Herbstluft hineingehaucht, um den Ärger des Aufstehens und das eigene schlechte Gewissen wieder zu beruhigen. Dann, trotz kalter Luft schon wieder völlig durchgeschwitzt im Auto sitzend, einen Laster nach dem anderen überholend, sonst -keine Chance auf Pünktlichkeit, Verbeamtung und schlechtes Gewissen des Kindes wegen - vergebens. Die Uhr tickt. Man wollte doch noch die Stunde kurz, ein Mal , durchlesen um gut vorbereitet zu sein, nun gut, jetzt bleibt nur noch Zeit zum Kopieren aller relevanten Materialien. Auch noch gut. Erste Stunde: Man kommt verschwitzt in der Klasse an, hetzt ein nervöses "Guten Morgen" mit entsprechend motivierender Laune in den Raum und beginnt, erneut mit schlechtem Gewissen. Hinten drin sitzen 8 Augen, die "man" bewerten, beurteilen, röntgen und Fragen, auf Geheiß des Betreuungslehrers, beantworten, wie z.B.: wann treten die meisten Störungen im Unterricht auf und warum? Wie ist die Körpersprache des Referents und warum? (was besonders schlimm ist: sieht man schlechtes Gewissen? Ja. Man sieht es.) - Sind die Arbeitsaufträge sinnvoll gestaltet, notieren sie 7 negative Elemente und 7 positive des Unterrichts usw. Gut, man bekommt die Stunde schneller rum als gedacht und auch die nächste, die man hält. Irgendwie macht es auch Spaß, zumindest, wenn man merkt, dass es ganz gut gelaufen ist. Wenn nicht, ist man ganz schön erledigt. Schweißflecken zeichnen sich ab und stinken nach spätestens 4 Stunden! Wenn dann die Mitreferents auch noch zur Stunde schweigen, weiß man was es geschlagen hat und man spürt auch warum. Dann beginnen die Selbstbeschimpfungen und Fragen ob man gut genug ist, das Ganze so gut hinbekommt wie man dachte? Mann, hat man eine gute Meinung von sich gehabt...Die Betonung legt man auf "gehabt". Gut - dann kommen Seminare über Psychologie, Schulrecht, Politik usw. Interessant, jedoch anstrengend. Selbsterkenntnis, das Zauberwort. Wenn die nur wüssten, dass man heute schon mindestens 10 Selbstzerstörungen hatte! Gut! - Bis 15 Uhr keine einzige Pause, doch: fünf Minuten: Zigarette. Dann um 3 gehts heim. Man braucht erstmal 20 Minuten um aus der Stadt zu kommen, dann das selbe Spiel wie morgens: Laster, Traktoren und sonstige Landfahrzeuge... überholen. Dann setzt langsam die Müdigkeit ein, immer stärker und man kann die Augen kaum noch offen halten. Endlich daheim, holt sich das Kind nicht von alleine von der Mutter ab. Deshalb muss man nicht nur das tun, sondern auch noch einkaufen, Essen machen, abspülen, Papiere einordnen, Überweisungen tätigen, das leere Konto beweinen, zur Post und Bücherei und sich den Tag des Kindes und der Mutter gleichzeitig anhören. Man denkt: Warum eigentlich nicht gleichzeitig, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, Zeit gespart, wenn schon kein Geld, während man schon die nächste Stundenplanung im Kopf hat und sämtliche Erledigungen des Abends und nächsten Tages oder der kommenden Woche. Gut. Zu Hause erledigt man brav noch die Hausarbeit, das Kind erledigt man auch noch, man muss selbstverständlich auch doch noch den Ärger des Morgens büßen mit doppelter Aufmerksamkeitsbekundungen und " hab Dich liebs" die man auch so meint!!!! Und -auch den ganzen Schulkram erledigen. Doch dann denkt man:
Hey, wo bleibt mein Leben???
Man ruft eine Freundin an, erzählt vom Tage, vom fast schon vergessenen Tage, freut sich, dass man hier nichts leisten muss, dass man einem zuhört- und sagt: Es war schön, die Stunde lief gut, zumindest die Eine - aber anstregend. Sehr anstrengend! Darf man das sagen? Das frage ich alle Braven, die nicht jammern und alle nichtbraven, jammernden Anwesenden. Was meint ihr? Darf man wenigstens dann jammern?
PS: Die distanzierende Form "man" ist hier ganz bewusst gewählt um alle Beteiligten im tiefen stinkenden Sumpf der Neutralität verschwinden zu lassen wie stumm schreiende Halbwesen.
Punkt
Gut. Also Kampf, Gejammere und viele laute Worte, Drohungen, Tränen und all den Stress. Dann: Kind bei der Nachbarin abgeliefert, letzter Kuss und ein "hab Dich lieb" in die kalte Herbstluft hineingehaucht, um den Ärger des Aufstehens und das eigene schlechte Gewissen wieder zu beruhigen. Dann, trotz kalter Luft schon wieder völlig durchgeschwitzt im Auto sitzend, einen Laster nach dem anderen überholend, sonst -keine Chance auf Pünktlichkeit, Verbeamtung und schlechtes Gewissen des Kindes wegen - vergebens. Die Uhr tickt. Man wollte doch noch die Stunde kurz, ein Mal , durchlesen um gut vorbereitet zu sein, nun gut, jetzt bleibt nur noch Zeit zum Kopieren aller relevanten Materialien. Auch noch gut. Erste Stunde: Man kommt verschwitzt in der Klasse an, hetzt ein nervöses "Guten Morgen" mit entsprechend motivierender Laune in den Raum und beginnt, erneut mit schlechtem Gewissen. Hinten drin sitzen 8 Augen, die "man" bewerten, beurteilen, röntgen und Fragen, auf Geheiß des Betreuungslehrers, beantworten, wie z.B.: wann treten die meisten Störungen im Unterricht auf und warum? Wie ist die Körpersprache des Referents und warum? (was besonders schlimm ist: sieht man schlechtes Gewissen? Ja. Man sieht es.) - Sind die Arbeitsaufträge sinnvoll gestaltet, notieren sie 7 negative Elemente und 7 positive des Unterrichts usw. Gut, man bekommt die Stunde schneller rum als gedacht und auch die nächste, die man hält. Irgendwie macht es auch Spaß, zumindest, wenn man merkt, dass es ganz gut gelaufen ist. Wenn nicht, ist man ganz schön erledigt. Schweißflecken zeichnen sich ab und stinken nach spätestens 4 Stunden! Wenn dann die Mitreferents auch noch zur Stunde schweigen, weiß man was es geschlagen hat und man spürt auch warum. Dann beginnen die Selbstbeschimpfungen und Fragen ob man gut genug ist, das Ganze so gut hinbekommt wie man dachte? Mann, hat man eine gute Meinung von sich gehabt...Die Betonung legt man auf "gehabt". Gut - dann kommen Seminare über Psychologie, Schulrecht, Politik usw. Interessant, jedoch anstrengend. Selbsterkenntnis, das Zauberwort. Wenn die nur wüssten, dass man heute schon mindestens 10 Selbstzerstörungen hatte! Gut! - Bis 15 Uhr keine einzige Pause, doch: fünf Minuten: Zigarette. Dann um 3 gehts heim. Man braucht erstmal 20 Minuten um aus der Stadt zu kommen, dann das selbe Spiel wie morgens: Laster, Traktoren und sonstige Landfahrzeuge... überholen. Dann setzt langsam die Müdigkeit ein, immer stärker und man kann die Augen kaum noch offen halten. Endlich daheim, holt sich das Kind nicht von alleine von der Mutter ab. Deshalb muss man nicht nur das tun, sondern auch noch einkaufen, Essen machen, abspülen, Papiere einordnen, Überweisungen tätigen, das leere Konto beweinen, zur Post und Bücherei und sich den Tag des Kindes und der Mutter gleichzeitig anhören. Man denkt: Warum eigentlich nicht gleichzeitig, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, Zeit gespart, wenn schon kein Geld, während man schon die nächste Stundenplanung im Kopf hat und sämtliche Erledigungen des Abends und nächsten Tages oder der kommenden Woche. Gut. Zu Hause erledigt man brav noch die Hausarbeit, das Kind erledigt man auch noch, man muss selbstverständlich auch doch noch den Ärger des Morgens büßen mit doppelter Aufmerksamkeitsbekundungen und " hab Dich liebs" die man auch so meint!!!! Und -auch den ganzen Schulkram erledigen. Doch dann denkt man:
Hey, wo bleibt mein Leben???
Man ruft eine Freundin an, erzählt vom Tage, vom fast schon vergessenen Tage, freut sich, dass man hier nichts leisten muss, dass man einem zuhört- und sagt: Es war schön, die Stunde lief gut, zumindest die Eine - aber anstregend. Sehr anstrengend! Darf man das sagen? Das frage ich alle Braven, die nicht jammern und alle nichtbraven, jammernden Anwesenden. Was meint ihr? Darf man wenigstens dann jammern?
PS: Die distanzierende Form "man" ist hier ganz bewusst gewählt um alle Beteiligten im tiefen stinkenden Sumpf der Neutralität verschwinden zu lassen wie stumm schreiende Halbwesen.
Punkt
Sonntag, 12. Oktober 2008
Samstag, 11. Oktober 2008
Für den Opa....
Heute nur kurz von mir, die nächsten Tage ausführlicher. Diese Woche war richtig anstrengend! Ich hatte meine ersten beiden Unterrichtsversuche und hab gleich mal beide Seiten kennengelernt: eine gute Stunde und das damit verbundene Gefühl der Zufriedenheit und eine weniger gute Stunde. Ja ja, man nennt das Ganze "Praxisschock", hab ich gehört. Und die klugen Alt-Lehrer belächeln uns und meinen: "Und das stresst Sie schon jetzt? Der Stress hat noch gar nicht begonnen!". Hey, ick freu mir druf.
An dieser Stelle noch ein Nachruf auf meinen Opa. Machs gut und grüß die Oma! Hast sie nicht lange warten lassen, du treue Seele.... Die Ära "Großeltern" hast du würdevoll beendet. Lass es dir gut gehen, wir sehen uns! Referent S.
An dieser Stelle noch ein Nachruf auf meinen Opa. Machs gut und grüß die Oma! Hast sie nicht lange warten lassen, du treue Seele.... Die Ära "Großeltern" hast du würdevoll beendet. Lass es dir gut gehen, wir sehen uns! Referent S.
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Plumps
Die Laune sinkt, die Ausgaben steigen. Hinzu kommen noch diverse Stundenvorbereitungen (nächste Woche drei Stück), einmal Protokoll überarbeiten, ein Mal schreiben. Das hört sich nicht viel an, doch wenn man den ganzen Tag in der Schule ist, so wie heute, und keine Sekunde Pause hat, wird es anstrengend. Ich bin nun seit genau 12 Stunden und 17 Minuten auf den Beinen. Ade geliebter Mittagsschlaf! Heute Morgen, beim Aufwachen, fühlten sich meine Gebeine an, wie die einer 80-jährigen, dafür, quasi als Bonbon oben drauf sah mein Gesicht aus wie das einer 87-jährigen und ich wankte ins Bad um mich einigermaßen schultauglich frisch zu machen und zu bepinseln, dann ins Auto, durch die herbstliche Morgensonne (wenigstens ein halwegs ruhiger Moment) und sich dann 8 Stunden mit Information beballern zu lassen, nach Hause, kochen fürs Kind und e-mails checken usw. ich fall gleich um und deshalb hör ich an dieser Stelle auf.....plumps.
R.C.
R.C.
Freitag, 3. Oktober 2008
Romantik???
Im Moment bin ich schwer verliebt: in diesen Typen:
http://de.youtube.com/watch?v=N9to1auUNTk&feature=related
Irgendwie gibt es für mich eine Art des Verliebtseins, die lediglich auf eine romantische, unreale, asexuelle Ebene möglich scheint. Auch mein Gefühl hat da keine sexuelle Komponente. Dann gibt es auch eine ganz andere Referent C....... aber : dieser Typ hier befriedigt die romantische Komponente und die fehlt mir irgendwie gerade...
http://de.youtube.com/watch?v=N9to1auUNTk&feature=related
Irgendwie gibt es für mich eine Art des Verliebtseins, die lediglich auf eine romantische, unreale, asexuelle Ebene möglich scheint. Auch mein Gefühl hat da keine sexuelle Komponente. Dann gibt es auch eine ganz andere Referent C....... aber : dieser Typ hier befriedigt die romantische Komponente und die fehlt mir irgendwie gerade...
Donnerstag, 2. Oktober 2008
Fääääätttttt
Melde mich zurück aus dem Hochseilklettergarten und bin ab sofort auf Diät. Jetzt greifen nicht nur Menschen wie Amtsärzte in mein Privatessen ein, auch noch tote Seile und Klettergurte zeigen mit dem Finger auf mich... Super! Da fährt man mal knappe zwei Tage weg und schon bröckelt die Fassade. Nein, im Ernst: unser Ausflug mit den Referents meiner Schule hat mich gelehrt, dass ich leider nicht nur die Dickste bin, sondern auch so wahrgenommen werde(n musste). Diverse Hebe- und Kletterspiele haben mir meine Adipositas vor Augen geführt und mich an den Rand des Wahnsinns getrieben. Ok, etwas übertrieben. Aber der Kern stimmt. Sonst war es eine schöne Zeit und der Zusammenhalt hat mich überrascht. Leider ist die Schonfrist nun vorüber und ab nächster Woche gehts richtig ans Stunden-Halten, 3 an der Zahl. Das ist gut, aber auch beängstigend. Wie wird es wohl klappen? Liebe Referent C., du hast deine Feuertaufe hinter dir und sicher erfolgreicher als du jetzt denkst. Mir steht sie noch bevor! Und das Schlimmste: ich hab sowas von keine Lust die Sachen vorzubereiten!! (Fehlt hier ein Komma?) Faules Pack!!!!!!
Liebste Grüße, Referent S.
Liebste Grüße, Referent S.
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Mal ein kurzer Nervenzusammenbruch
Heute ist ein Tag: Ich hatte heute meine erste Stunde. Es war nur eine Vertretungsstunde aber dennoch, odergerade dehalb, ist es so naja gelaufen. Ich hatte weder dan richtigen Zugang, noch habe ich die Klasse wirklich mitreißen können... Ist dieser Beruf der richtige für mich, bin ich dazu berufen? Im Moment stellt sich für mich keine weitere Frage, da ich mich am liebsten einfach nur abschalten würde.Ein Moment Pause und ein wenig mit Referent S. paudern, jammern, lachen und so... doch wo steckt Referent S.????? In den Seilen im Hochseilgarten, hat mch verlassen, was mir gar nicht passt... und ich komme zu der Überzeugung: ALLEIN IST DAS REFERENDARIAT(FRÄNKISCH GESPROCHEN) UNERTRÄGLICH!!!!!!
ReferentC.
ReferentC.
Sonntag, 28. September 2008
Nach zwei Wochen
Endlich komme ich mal wieder zum Schreiben. Ja ja, ich weiß, die Zeit hätte man sich nehmen müssen/können... Nun gut. Zwei Wochen sind um und es ist viel passiert, zumindest gefühlsmäßig. Rückblickend sind die beiden Wochen vor allem geprägt durch ein Auf und Ab der Gefühle unterschiedlichster Art: Schock, Freude, Mutlosigkeit, Angst, Spannung, freudige Erwartung, Überraschungen im zwischenmenschlichen Bereich. Die ersten Kollegen bei mir versuchen sich an der Ellbogen-Taktik und versuchen im kleinen Rahmen, sich vor andere zu drängen und fremde Lorbeeren einzuheimsen. Ich bin sehr gespannt, wie sich das noch entwickeln wird. Zumal wir alle Anfänger sind und nach wie vor auf Null stehen, finde ich es sehr unangebracht!! Sollte das bei mir jemand versuchen, wird er/sie sicher Ärger kriegen!!
Die Gerüchte über meine vermeintlich "schlechte" (streng geleitete) Seminarschule haben mich in so manch kleinere Krise getrieben und schon vor Beginn die Angst vor dem Bevorstehenden geschürt. Ich muss versuchen, meine eigenen Erfahrungen zu machen und darf mich davon nicht verrückt machen. Es entspricht ja leider meinem Naturell, mich von Zeit zu Zeit selbst (bis jetzt meist unnötig) in Panik zu versetzen. Vielleicht sind diese beiden Jahre wieder eine gute Gelegenheit, mich durch zu beißen und jedem Tag nach Möglichkeit eine neue Chance zu geben. Ich werde es versuchen!! Das Gefühl der Unsicherheit wird sicherlich noch anhalten bzw. immer mal wieder zurück kehren, aber das ist vielleicht wirklich normal. Der Wind weht rauher als im Studium, die Anforderungen sind größer, die Beobachtung massiver, aber wir wollen ja wachsen. Und deshalb: Augen und Ohren zu und durchstarten!! Carpe diem!!!!
Referent S.
Die Gerüchte über meine vermeintlich "schlechte" (streng geleitete) Seminarschule haben mich in so manch kleinere Krise getrieben und schon vor Beginn die Angst vor dem Bevorstehenden geschürt. Ich muss versuchen, meine eigenen Erfahrungen zu machen und darf mich davon nicht verrückt machen. Es entspricht ja leider meinem Naturell, mich von Zeit zu Zeit selbst (bis jetzt meist unnötig) in Panik zu versetzen. Vielleicht sind diese beiden Jahre wieder eine gute Gelegenheit, mich durch zu beißen und jedem Tag nach Möglichkeit eine neue Chance zu geben. Ich werde es versuchen!! Das Gefühl der Unsicherheit wird sicherlich noch anhalten bzw. immer mal wieder zurück kehren, aber das ist vielleicht wirklich normal. Der Wind weht rauher als im Studium, die Anforderungen sind größer, die Beobachtung massiver, aber wir wollen ja wachsen. Und deshalb: Augen und Ohren zu und durchstarten!! Carpe diem!!!!
Referent S.
Montag, 22. September 2008
Ein normaler Alltag ist noch nicht in Sicht. Heute hatten wir die ersten Unterrichtshospitationen und Psycho-Seminar. Die Hospitationen waren lustig bis langweilig und Psycho gefällt mir sehr gut. Wobei die Mitreferents das höchst befremdlich finden (zumindest die jüngeren) weil wir Entspannungsübungen, Meditationen, Rollenspiele und Phantasiereisen in die eigene Schulvergangenheit machen. Außerdem wird viel über Ängste, Stärken und Schwächen geredet, womit die genannten Personen wohl noch größere Schwierigkeiten haben als ich. Insgesamt sind alle sehr nett und ein paar lustige Leute sind auch dabei. Diejenigen, die anfangs am meisten aufgedreht haben werden immer ruhiger und umgekehrt. Langsam verkehren sich also die Rollen und meine anfängliche Nervosität wird auch immer weniger. Morgen ist Wandertag, bei vorausgesagtem strömenden Regen.... Was für ein Spaß!
Referent C.
Referent C.
Donnerstag, 18. September 2008
Fast am Ende...
der ersten Woche angelangt und die Stimmung ist unsicher. Die Mit-Referents sind wirklich alle sehr nett und aufgeschlossen. Doch ich bin irgendwie nervös und frage mich ob oder wann das endlich nachlässt, ob ich vor den Schülern auch so nervös sein werde, ob mir dann die Hände und Stimme zittern und ich Schnappatmung bekomme? Ich würde mich jetzt erst gerne ein paar Wochen eingewöhnen, ein paar nette Psychostunden haben, denn die Psycholehrerin ist ausgesprochen nett und wohlwollend, eher Therapeutin oder Coach als strenge Lehrerin. Jedenfalls habe ich Angst vor den ersten Stunden. Aber auch das ist wahrscheinlich ganz normal, muss es sein wenn man sich den Büchermarkt zu dem Thema ansieht. Was mich jetzt schon stört ist die Arschkriecherei von manchen Typen bei den Seminarlehrern. Ausgerechnet von den coolen Typen- interessant.
Das wars vom vorletzten Tag der ersten Woche.
Referent C.
Das wars vom vorletzten Tag der ersten Woche.
Referent C.
Dienstag, 16. September 2008
Liebste Referent S.,
welch wahres Wort aus Deinem Finger! Wir haben uns viel vorgenommen, viel geschafft bisher und vor allem viel vor uns.... Was ich heute wieder mal an mir gemerkt habe: ich sitze da so und beobachte alle Anderen im Raum und denke vor mich hin: hm, verstehen die sich alle besser untereinander, als ich mit denen? Werde ich allein bleiben in dem Jahr? Wie wirke ich? denken "Die" ich bin irgendwie anders als "Sie"? Und dann, bei der Vorstellrunde, (die übrigens drei Mal heute stattgefunden hat), habe ich immer nicht das gesagt was ich wollte. Also ich wollte, ein vollkommen cooles Bild vermitteln. Und habe gesagt: also ich bin die C. und bin alleinerziehende Mutter...... der Rest war egal, denn ab da hat mir keiner mehr zugehört und ich hatte Schnappatmung und Herzinsufizienz. Hm. Also: Versuch Nummer zwei: alle stellen sich vor, ich bin als Letzte an der Reihe, übrigens wie in der Grundschule, da war ich auch immer an 24. ster Stelle wegen der alphabethischen Auflistung.... also, wieder an letzter Stelle und bis dahin hatte ich alle anderen schon aufmerksam beobachtet und verglichen und dann komm ich an die Reihe: Ich bin die Claudia und bin alleinerziehende Mutter... Autsch! Nummer drei lief genauso ab. Aber, offensichtlich nicht ganz so tragisch (in der Wahrnehmung der Anderen) wie ich dachte! Alle haben mich beim späteren Zusammensitzen ganz normal behandelt. Deshalb auch mein Fazit: die Probleme sind nicht so groß wie ich befürchtet habe, vielmehr spielen sie sich nur in meinem Kopf ab. Deshalb: ein positiver Tag, da ich wieder einmal etwas über mich erfahren habe.
Referent C. mit den liebsten Gefühlen an Referent S.
welch wahres Wort aus Deinem Finger! Wir haben uns viel vorgenommen, viel geschafft bisher und vor allem viel vor uns.... Was ich heute wieder mal an mir gemerkt habe: ich sitze da so und beobachte alle Anderen im Raum und denke vor mich hin: hm, verstehen die sich alle besser untereinander, als ich mit denen? Werde ich allein bleiben in dem Jahr? Wie wirke ich? denken "Die" ich bin irgendwie anders als "Sie"? Und dann, bei der Vorstellrunde, (die übrigens drei Mal heute stattgefunden hat), habe ich immer nicht das gesagt was ich wollte. Also ich wollte, ein vollkommen cooles Bild vermitteln. Und habe gesagt: also ich bin die C. und bin alleinerziehende Mutter...... der Rest war egal, denn ab da hat mir keiner mehr zugehört und ich hatte Schnappatmung und Herzinsufizienz. Hm. Also: Versuch Nummer zwei: alle stellen sich vor, ich bin als Letzte an der Reihe, übrigens wie in der Grundschule, da war ich auch immer an 24. ster Stelle wegen der alphabethischen Auflistung.... also, wieder an letzter Stelle und bis dahin hatte ich alle anderen schon aufmerksam beobachtet und verglichen und dann komm ich an die Reihe: Ich bin die Claudia und bin alleinerziehende Mutter... Autsch! Nummer drei lief genauso ab. Aber, offensichtlich nicht ganz so tragisch (in der Wahrnehmung der Anderen) wie ich dachte! Alle haben mich beim späteren Zusammensitzen ganz normal behandelt. Deshalb auch mein Fazit: die Probleme sind nicht so groß wie ich befürchtet habe, vielmehr spielen sie sich nur in meinem Kopf ab. Deshalb: ein positiver Tag, da ich wieder einmal etwas über mich erfahren habe.
Referent C. mit den liebsten Gefühlen an Referent S.
Tag Nummer eins
Was für ein wundervolles Gedicht! Und, liebe C.: es passt doch wirklich perfekt, besonders auf mich!! Veränderungen liegen mir nicht wirklich und es kostet mich stets Überwindung. Der erste Tag im Einsatz als referent lässt auf Gutes schließen, der Eindruck ist positiv. Besonders meine Angst vor ekelhaften, streberhaften und langweiligen Mit-referents scheint umsonst gewesen zu sein. Man kann sicherlich noch keine endgültigen Schlüsse ziehen und so mancher Unsympath wird sich in den Reihen befinden, aber ganz sicher nicht nur.
Fraglich bleibt nun, inwieweit der "mittelmäßige" Ruf meiner Seminarschule zutrifft. Aber wie haben wir uns doch fest vorgenommen: BLOß nicht alles glauben und selber versuchen!! Bis jetzt haben wir alles überstanden und gar nicht mal schlecht. In diesem Sinne: rein ins Getümmel und die Stufen erklimmen! Ole ole!!!
Fraglich bleibt nun, inwieweit der "mittelmäßige" Ruf meiner Seminarschule zutrifft. Aber wie haben wir uns doch fest vorgenommen: BLOß nicht alles glauben und selber versuchen!! Bis jetzt haben wir alles überstanden und gar nicht mal schlecht. In diesem Sinne: rein ins Getümmel und die Stufen erklimmen! Ole ole!!!
Montag, 15. September 2008
Stufen
Referent T. is calling Referent S. urgently:
Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
In diesem Sinne, liebste Referent S., wünsche ich Dir einen guten Anfang mit viel Zauber!
Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
In diesem Sinne, liebste Referent S., wünsche ich Dir einen guten Anfang mit viel Zauber!
Der Tag davor
So, morgen gehts los. Und das Komische ist, ich habe keine Lust! Das Gefühl ist undefinierbar, merkwürdig. Es ist noch nicht wirklich bei mir angekommen, dass etwas ganz Neues beginnt. Wir werden sehen! Carpe diem! Referent S.
Über UNS
Zum allgemeinen Verständnis dieses Blogs: ab übermorgen beginnen wir (C+S) nach einem überdurchschnittlich langen Studium unseren neuen Lebensabschnitt als Referendarinnen (so called referents). Als referents fühlen wir uns verpflichtet und zudem äußerst befähigt, der Welt, allen anderen und in erster Linie uns selbst Frust und Freude mitzuteilen. Dabei soll ein besonderer Schwerpunkt auf Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatikalität gelegt werden... :-) Nein, nicht wirklich. Vielmehr liegt uns an der Auseinandersetzung mit der Zeit, den Menschen und Aufgaben, denen wir uns jetzt stellen werden. Nicht zu kurz kommen sollte dabei der Dialog und die aufrichtige Diskussion, weshalb jede Meinung und jeder Kommentar von allen Leserinnen und Lesern sehr erwünscht sind. Denn vergesst nicht: nun beginnt für uns, zwei Mädels in fortgeschrittenem Alter, der Ernst des Lebens. Hilfestellung erwünscht! Viel Spaß uns allen und herzlich willkommen!!!
P.S: Schon das gemeinsame Verfassen dieses Posts hat uns die halbe Nacht gekostet. Aus ökonomischen Gründen wird deshalb in Zukunft jede für sich schreiben. Das Bild der nächsten zwei Jahre wird somit sicherlich auch facettenreicher sein.
P.S: Schon das gemeinsame Verfassen dieses Posts hat uns die halbe Nacht gekostet. Aus ökonomischen Gründen wird deshalb in Zukunft jede für sich schreiben. Das Bild der nächsten zwei Jahre wird somit sicherlich auch facettenreicher sein.
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