Der erste Sold ist da und schon muss ich mich wieder ärgern. Man stelle sich vor: der Zuschlag für ein Kind, wenn man nicht verheiratet ist, beträgt 92 Euro! Brutto! Das ist doch mal was, oder? Wenn ich davon die Mittagsbetreuungskosten und die Krankenkasse fürs Kind abziehe bleiben mir doch glatt 100 Euro, also 100 Euro Miese ! Im Übrigen bekommt man für einen Ehegatten 108 Euro und der braucht keine Mittagsbetreuung und kann ja bekanntlich selbst für seine Krankenversicherung arbeiten gehen. Ist das gerecht?
Hier könnt ihr ankreuzen:
1. Ein Partner ist wesentlich belastender als ein Kind, deshalb müsste der Ehezuschlag wesentlich höher sein.
2. Ich wandere aus und gründe auf Madagaskar einen feministischen Frauenstaat.
3. Selber Schuld, wenn man keinen Partner hat.
4. Hauptsache ich hab mein Geld.
Donnerstag, 30. Oktober 2008
Samstag, 25. Oktober 2008
Lost in the past and back to the future
Heute habe ich etwas gehört, was man nicht glauben kann. Die Zukunft hat begonnen. Man hat nun einen Stoff gefunden, der aus bestimmten Eiweißen besteht, die der DNA eines Menschen entnommen sind, der Erinnerungen löscht! Kein Witz! Man kann also in zwanzig Jahren negative oder positive Erinnerungen löschen. Was meint der geneigte oder ungeneigte Leser dazu??? Was würdet ihr löschen?
Fragt Referent C.
Fragt Referent C.
I had a dream...
Dienstag, 21. Oktober 2008
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Darf man das?
Darf man sagen, dass das Referendariat anstrengend ist? Hier interessiert mich wirklich mal die Meinung aller Freunde und Feinde. Man stelle sich vor: Der Tag beginnt um 5 Uhr 4 Minuten: Aufstehen, Frühstück vorbereiten fürs Kind, einen Kaffee trinken, duschen, Kind aufwecken und den ersten Kampf des Tages beginnen, weil das Kind nicht aufstehen will, nicht kann, aber doch muss- und zwar gleich und nicht erst in fünf Minuten, denn wenn man jetzt noch später aus dem Haus kommt, kommt man zu spät in die Schule. Also dann, lieber Kampf, als zu spät zur Arbeit, was eine schlechte Beurteilung nach sich ziehen würde ... keine Chance auf Verbeamtung etc. Also die Frage nach Rabenmutter oder lieber schlechte Beamtin. Man entscheidet sich also für Rabenmutter, das kann man leichter wieder ausbügeln, zumindest zunächst, meint man.
Gut. Also Kampf, Gejammere und viele laute Worte, Drohungen, Tränen und all den Stress. Dann: Kind bei der Nachbarin abgeliefert, letzter Kuss und ein "hab Dich lieb" in die kalte Herbstluft hineingehaucht, um den Ärger des Aufstehens und das eigene schlechte Gewissen wieder zu beruhigen. Dann, trotz kalter Luft schon wieder völlig durchgeschwitzt im Auto sitzend, einen Laster nach dem anderen überholend, sonst -keine Chance auf Pünktlichkeit, Verbeamtung und schlechtes Gewissen des Kindes wegen - vergebens. Die Uhr tickt. Man wollte doch noch die Stunde kurz, ein Mal , durchlesen um gut vorbereitet zu sein, nun gut, jetzt bleibt nur noch Zeit zum Kopieren aller relevanten Materialien. Auch noch gut. Erste Stunde: Man kommt verschwitzt in der Klasse an, hetzt ein nervöses "Guten Morgen" mit entsprechend motivierender Laune in den Raum und beginnt, erneut mit schlechtem Gewissen. Hinten drin sitzen 8 Augen, die "man" bewerten, beurteilen, röntgen und Fragen, auf Geheiß des Betreuungslehrers, beantworten, wie z.B.: wann treten die meisten Störungen im Unterricht auf und warum? Wie ist die Körpersprache des Referents und warum? (was besonders schlimm ist: sieht man schlechtes Gewissen? Ja. Man sieht es.) - Sind die Arbeitsaufträge sinnvoll gestaltet, notieren sie 7 negative Elemente und 7 positive des Unterrichts usw. Gut, man bekommt die Stunde schneller rum als gedacht und auch die nächste, die man hält. Irgendwie macht es auch Spaß, zumindest, wenn man merkt, dass es ganz gut gelaufen ist. Wenn nicht, ist man ganz schön erledigt. Schweißflecken zeichnen sich ab und stinken nach spätestens 4 Stunden! Wenn dann die Mitreferents auch noch zur Stunde schweigen, weiß man was es geschlagen hat und man spürt auch warum. Dann beginnen die Selbstbeschimpfungen und Fragen ob man gut genug ist, das Ganze so gut hinbekommt wie man dachte? Mann, hat man eine gute Meinung von sich gehabt...Die Betonung legt man auf "gehabt". Gut - dann kommen Seminare über Psychologie, Schulrecht, Politik usw. Interessant, jedoch anstrengend. Selbsterkenntnis, das Zauberwort. Wenn die nur wüssten, dass man heute schon mindestens 10 Selbstzerstörungen hatte! Gut! - Bis 15 Uhr keine einzige Pause, doch: fünf Minuten: Zigarette. Dann um 3 gehts heim. Man braucht erstmal 20 Minuten um aus der Stadt zu kommen, dann das selbe Spiel wie morgens: Laster, Traktoren und sonstige Landfahrzeuge... überholen. Dann setzt langsam die Müdigkeit ein, immer stärker und man kann die Augen kaum noch offen halten. Endlich daheim, holt sich das Kind nicht von alleine von der Mutter ab. Deshalb muss man nicht nur das tun, sondern auch noch einkaufen, Essen machen, abspülen, Papiere einordnen, Überweisungen tätigen, das leere Konto beweinen, zur Post und Bücherei und sich den Tag des Kindes und der Mutter gleichzeitig anhören. Man denkt: Warum eigentlich nicht gleichzeitig, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, Zeit gespart, wenn schon kein Geld, während man schon die nächste Stundenplanung im Kopf hat und sämtliche Erledigungen des Abends und nächsten Tages oder der kommenden Woche. Gut. Zu Hause erledigt man brav noch die Hausarbeit, das Kind erledigt man auch noch, man muss selbstverständlich auch doch noch den Ärger des Morgens büßen mit doppelter Aufmerksamkeitsbekundungen und " hab Dich liebs" die man auch so meint!!!! Und -auch den ganzen Schulkram erledigen. Doch dann denkt man:
Hey, wo bleibt mein Leben???
Man ruft eine Freundin an, erzählt vom Tage, vom fast schon vergessenen Tage, freut sich, dass man hier nichts leisten muss, dass man einem zuhört- und sagt: Es war schön, die Stunde lief gut, zumindest die Eine - aber anstregend. Sehr anstrengend! Darf man das sagen? Das frage ich alle Braven, die nicht jammern und alle nichtbraven, jammernden Anwesenden. Was meint ihr? Darf man wenigstens dann jammern?
PS: Die distanzierende Form "man" ist hier ganz bewusst gewählt um alle Beteiligten im tiefen stinkenden Sumpf der Neutralität verschwinden zu lassen wie stumm schreiende Halbwesen.
Punkt
Gut. Also Kampf, Gejammere und viele laute Worte, Drohungen, Tränen und all den Stress. Dann: Kind bei der Nachbarin abgeliefert, letzter Kuss und ein "hab Dich lieb" in die kalte Herbstluft hineingehaucht, um den Ärger des Aufstehens und das eigene schlechte Gewissen wieder zu beruhigen. Dann, trotz kalter Luft schon wieder völlig durchgeschwitzt im Auto sitzend, einen Laster nach dem anderen überholend, sonst -keine Chance auf Pünktlichkeit, Verbeamtung und schlechtes Gewissen des Kindes wegen - vergebens. Die Uhr tickt. Man wollte doch noch die Stunde kurz, ein Mal , durchlesen um gut vorbereitet zu sein, nun gut, jetzt bleibt nur noch Zeit zum Kopieren aller relevanten Materialien. Auch noch gut. Erste Stunde: Man kommt verschwitzt in der Klasse an, hetzt ein nervöses "Guten Morgen" mit entsprechend motivierender Laune in den Raum und beginnt, erneut mit schlechtem Gewissen. Hinten drin sitzen 8 Augen, die "man" bewerten, beurteilen, röntgen und Fragen, auf Geheiß des Betreuungslehrers, beantworten, wie z.B.: wann treten die meisten Störungen im Unterricht auf und warum? Wie ist die Körpersprache des Referents und warum? (was besonders schlimm ist: sieht man schlechtes Gewissen? Ja. Man sieht es.) - Sind die Arbeitsaufträge sinnvoll gestaltet, notieren sie 7 negative Elemente und 7 positive des Unterrichts usw. Gut, man bekommt die Stunde schneller rum als gedacht und auch die nächste, die man hält. Irgendwie macht es auch Spaß, zumindest, wenn man merkt, dass es ganz gut gelaufen ist. Wenn nicht, ist man ganz schön erledigt. Schweißflecken zeichnen sich ab und stinken nach spätestens 4 Stunden! Wenn dann die Mitreferents auch noch zur Stunde schweigen, weiß man was es geschlagen hat und man spürt auch warum. Dann beginnen die Selbstbeschimpfungen und Fragen ob man gut genug ist, das Ganze so gut hinbekommt wie man dachte? Mann, hat man eine gute Meinung von sich gehabt...Die Betonung legt man auf "gehabt". Gut - dann kommen Seminare über Psychologie, Schulrecht, Politik usw. Interessant, jedoch anstrengend. Selbsterkenntnis, das Zauberwort. Wenn die nur wüssten, dass man heute schon mindestens 10 Selbstzerstörungen hatte! Gut! - Bis 15 Uhr keine einzige Pause, doch: fünf Minuten: Zigarette. Dann um 3 gehts heim. Man braucht erstmal 20 Minuten um aus der Stadt zu kommen, dann das selbe Spiel wie morgens: Laster, Traktoren und sonstige Landfahrzeuge... überholen. Dann setzt langsam die Müdigkeit ein, immer stärker und man kann die Augen kaum noch offen halten. Endlich daheim, holt sich das Kind nicht von alleine von der Mutter ab. Deshalb muss man nicht nur das tun, sondern auch noch einkaufen, Essen machen, abspülen, Papiere einordnen, Überweisungen tätigen, das leere Konto beweinen, zur Post und Bücherei und sich den Tag des Kindes und der Mutter gleichzeitig anhören. Man denkt: Warum eigentlich nicht gleichzeitig, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, Zeit gespart, wenn schon kein Geld, während man schon die nächste Stundenplanung im Kopf hat und sämtliche Erledigungen des Abends und nächsten Tages oder der kommenden Woche. Gut. Zu Hause erledigt man brav noch die Hausarbeit, das Kind erledigt man auch noch, man muss selbstverständlich auch doch noch den Ärger des Morgens büßen mit doppelter Aufmerksamkeitsbekundungen und " hab Dich liebs" die man auch so meint!!!! Und -auch den ganzen Schulkram erledigen. Doch dann denkt man:
Hey, wo bleibt mein Leben???
Man ruft eine Freundin an, erzählt vom Tage, vom fast schon vergessenen Tage, freut sich, dass man hier nichts leisten muss, dass man einem zuhört- und sagt: Es war schön, die Stunde lief gut, zumindest die Eine - aber anstregend. Sehr anstrengend! Darf man das sagen? Das frage ich alle Braven, die nicht jammern und alle nichtbraven, jammernden Anwesenden. Was meint ihr? Darf man wenigstens dann jammern?
PS: Die distanzierende Form "man" ist hier ganz bewusst gewählt um alle Beteiligten im tiefen stinkenden Sumpf der Neutralität verschwinden zu lassen wie stumm schreiende Halbwesen.
Punkt
Sonntag, 12. Oktober 2008
Samstag, 11. Oktober 2008
Für den Opa....
Heute nur kurz von mir, die nächsten Tage ausführlicher. Diese Woche war richtig anstrengend! Ich hatte meine ersten beiden Unterrichtsversuche und hab gleich mal beide Seiten kennengelernt: eine gute Stunde und das damit verbundene Gefühl der Zufriedenheit und eine weniger gute Stunde. Ja ja, man nennt das Ganze "Praxisschock", hab ich gehört. Und die klugen Alt-Lehrer belächeln uns und meinen: "Und das stresst Sie schon jetzt? Der Stress hat noch gar nicht begonnen!". Hey, ick freu mir druf.
An dieser Stelle noch ein Nachruf auf meinen Opa. Machs gut und grüß die Oma! Hast sie nicht lange warten lassen, du treue Seele.... Die Ära "Großeltern" hast du würdevoll beendet. Lass es dir gut gehen, wir sehen uns! Referent S.
An dieser Stelle noch ein Nachruf auf meinen Opa. Machs gut und grüß die Oma! Hast sie nicht lange warten lassen, du treue Seele.... Die Ära "Großeltern" hast du würdevoll beendet. Lass es dir gut gehen, wir sehen uns! Referent S.
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Plumps
Die Laune sinkt, die Ausgaben steigen. Hinzu kommen noch diverse Stundenvorbereitungen (nächste Woche drei Stück), einmal Protokoll überarbeiten, ein Mal schreiben. Das hört sich nicht viel an, doch wenn man den ganzen Tag in der Schule ist, so wie heute, und keine Sekunde Pause hat, wird es anstrengend. Ich bin nun seit genau 12 Stunden und 17 Minuten auf den Beinen. Ade geliebter Mittagsschlaf! Heute Morgen, beim Aufwachen, fühlten sich meine Gebeine an, wie die einer 80-jährigen, dafür, quasi als Bonbon oben drauf sah mein Gesicht aus wie das einer 87-jährigen und ich wankte ins Bad um mich einigermaßen schultauglich frisch zu machen und zu bepinseln, dann ins Auto, durch die herbstliche Morgensonne (wenigstens ein halwegs ruhiger Moment) und sich dann 8 Stunden mit Information beballern zu lassen, nach Hause, kochen fürs Kind und e-mails checken usw. ich fall gleich um und deshalb hör ich an dieser Stelle auf.....plumps.
R.C.
R.C.
Freitag, 3. Oktober 2008
Romantik???
Im Moment bin ich schwer verliebt: in diesen Typen:
http://de.youtube.com/watch?v=N9to1auUNTk&feature=related
Irgendwie gibt es für mich eine Art des Verliebtseins, die lediglich auf eine romantische, unreale, asexuelle Ebene möglich scheint. Auch mein Gefühl hat da keine sexuelle Komponente. Dann gibt es auch eine ganz andere Referent C....... aber : dieser Typ hier befriedigt die romantische Komponente und die fehlt mir irgendwie gerade...
http://de.youtube.com/watch?v=N9to1auUNTk&feature=related
Irgendwie gibt es für mich eine Art des Verliebtseins, die lediglich auf eine romantische, unreale, asexuelle Ebene möglich scheint. Auch mein Gefühl hat da keine sexuelle Komponente. Dann gibt es auch eine ganz andere Referent C....... aber : dieser Typ hier befriedigt die romantische Komponente und die fehlt mir irgendwie gerade...
Donnerstag, 2. Oktober 2008
Fääääätttttt
Melde mich zurück aus dem Hochseilklettergarten und bin ab sofort auf Diät. Jetzt greifen nicht nur Menschen wie Amtsärzte in mein Privatessen ein, auch noch tote Seile und Klettergurte zeigen mit dem Finger auf mich... Super! Da fährt man mal knappe zwei Tage weg und schon bröckelt die Fassade. Nein, im Ernst: unser Ausflug mit den Referents meiner Schule hat mich gelehrt, dass ich leider nicht nur die Dickste bin, sondern auch so wahrgenommen werde(n musste). Diverse Hebe- und Kletterspiele haben mir meine Adipositas vor Augen geführt und mich an den Rand des Wahnsinns getrieben. Ok, etwas übertrieben. Aber der Kern stimmt. Sonst war es eine schöne Zeit und der Zusammenhalt hat mich überrascht. Leider ist die Schonfrist nun vorüber und ab nächster Woche gehts richtig ans Stunden-Halten, 3 an der Zahl. Das ist gut, aber auch beängstigend. Wie wird es wohl klappen? Liebe Referent C., du hast deine Feuertaufe hinter dir und sicher erfolgreicher als du jetzt denkst. Mir steht sie noch bevor! Und das Schlimmste: ich hab sowas von keine Lust die Sachen vorzubereiten!! (Fehlt hier ein Komma?) Faules Pack!!!!!!
Liebste Grüße, Referent S.
Liebste Grüße, Referent S.
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Mal ein kurzer Nervenzusammenbruch
Heute ist ein Tag: Ich hatte heute meine erste Stunde. Es war nur eine Vertretungsstunde aber dennoch, odergerade dehalb, ist es so naja gelaufen. Ich hatte weder dan richtigen Zugang, noch habe ich die Klasse wirklich mitreißen können... Ist dieser Beruf der richtige für mich, bin ich dazu berufen? Im Moment stellt sich für mich keine weitere Frage, da ich mich am liebsten einfach nur abschalten würde.Ein Moment Pause und ein wenig mit Referent S. paudern, jammern, lachen und so... doch wo steckt Referent S.????? In den Seilen im Hochseilgarten, hat mch verlassen, was mir gar nicht passt... und ich komme zu der Überzeugung: ALLEIN IST DAS REFERENDARIAT(FRÄNKISCH GESPROCHEN) UNERTRÄGLICH!!!!!!
ReferentC.
ReferentC.
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